Dienstag, 17. Januar 2017
Zustimmung der Landesmedienanstalten zur Unterstützung von AfD und Pegida durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
Dies ist eine Fake-News-Überschrift.

Es würde mich nicht einmal wundern, könnten Sie selbige in den kommenden Tagen auf Facebook oder einem anderen Onlinemedium wiederfinden. Dazu müsste mein Blog aber Leser haben. Hat er aber vermutlich genauso wenig wie Wahrheitsgehalt in der Überschrift. Trotzdem beruht deren Aussage – wie viele andere Fake-News – auf einem wahren Kern dem der eine oder andere Teilaspekt hinzugefügt oder entfernt wird. Und schon sind wir beim eigentlichen Problem angekommen.
Hören Sie öfter mal Deutschlandfunk, den redaktionellen Informationsteil Ihres jeweiligen Landessenders oder lesen Sie eine renomierte Tageszeitung? Mir zumindest stellte es in letzter Zeit mehrfach die Zehennägel auf, als ich Aussagen wie ‚Trump wurde wegen russischer Einflußnahme auf den U.S.-Wahlkampf gewählt‘ (SWR), oder ‚May will den harten Brexit‘ (Alle ...) vernehmen durfte.

Beide Statements beinhalten Aspekte die schwerlich von der Hand zu weisen sind. Es spricht sehr vieles dafür, daß die russische Regierung ein reges Interesse an der Wahl Trumps hatte und vermutlich oder nachweislich sogar aktiv staatliche und staatsnahe Stellen mit der Beeinflussung des Wahlkampfes beauftragt hat. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, daß Theresa May einen harten Brexit und Verlust des Zugangs zum ‚freien‘ EU-Markt bewußt riskiert. Ausgeblendet und möglicherweise bewusst unterschlagen wird aber auch, daß es eben nicht bewiesen ist und möglicherweise auch niemals beweisbar sein wird, dass Donald Trump nicht auch OHNE die russische Unterstützung gewählt worden wäre. Und Statements zum ‚harten Brexit‘ von Theresa May beinhalten im Original eigentlich immer die Ergänzung daß dies für den Fall des Scheiterns der entsprechenden Verhandlungen mit der EU gilt.

Ich bin mir nicht klar darüber, ob wir es hier mit einer bewussten Veränderung von Tatsachen zu tun haben weil einzelne Redakteure der dummdreisten Meinung sind, mit den selben Mitteln arbeiten zu müssen wie Breitbart und Konsorten, oder ob wir es hier ‚nur‘ mit schlampiger Recherche von unter extremem Zeit- und Rechtfertigungsdruck stehenden Angestellten im Pressezirkus zu tun haben. Es dürfte aber sehr wohl zutreffen, daß nicht wenige Konsumenten sich dieser verzerrten Darstellung anschließen und die oft viel komplexeren Hintergründe und ursächlichen Beweggründe so erst recht nie in Erfahrung bringen. Im Resultat werden sie sich damit auch keine auf belastbaren Tatsachen beruhende Meinung bilden können und die Meinung die sie sich bilden wird nicht geeignet sein sich zielführend mit denjenigen auseinander zu setzen, die für populistische Thesen eher empfänglich sind.

Das Spiel mit dem Feuer sollte man tunlichst nur den wirklichen Profis in ihrem Metier überlassen.



Sonntag, 22. Juni 2014
Sonntagsnörgelei ...
Objektiv hat wohl kein politisches Großprojekt mit Ausnahme des Autobahnbaus einer breiteren Mehrheit unserer Bevölkerung genutzt.

Statt dessen werden fragwürdige halbe Rennstrecken (hört in Ulm auf) mit Designerbahnhof auf Kosten der zwingend nötigen Nord-Süd-, sowie Ost-West-Traversen für die Bahn zur Entlastung des europaweiten Schwerlastverkehrs auf den Autobahnen zwischen Duisburg, Mailand und den neu erstarkenden Verkehrsknoten in Osteuropa gebaut.

Oder Kultur(betriebsanbetungs)tempel in diverse Städten der Republik gesetzt, deren Auguren eher in Gummizellen statt Goldene Bücher gehören.

Besonders ärgert mich aber die schier inflationäre Akzeptanz gegenüber selbstgefälligen Arschlöchern in der öffentlichen Meinungsbildung!

Ich denke hier fehlt ein Korrektiv. Oder Mehrere. Der gewählte Vertreter scheint bei steigendem Missverhältnis und Abstand zwischen sich selbst und den Vertretenen, starker Abhängigkeit von wirtschaftlichen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Auswüchsen nicht mehr wirklich zu funktionieren (siehe „repräsentative Demokratie“, „Gewerkschaft“ und „Mafia“).

Allen Versuchen korrigierende Instanzen zu etablieren – wie Beispiel Schweiz ein Veto durch landesweite Volksabstimmung – begegnen unsere 'Vertreter' mit einer Abneigung wie der des Teufels vor dem Weihwasser. Und Michel schluckt und übernimmt das Vorgekaute.

Auch unsere Medien liefern auf Grund von Besitzverhältnissen) und Parteienproporz schon lange nicht mehr das ab, was sie sich früher getraut haben (→ Pressefreiheit).

Pfui Deibel ! Anstatt wie bei sinnfreien Großprojekten und Schönrednerei das verdorbene Zeug in hohem Bogen wieder auszuspucken, akzeptieren wir brav und schlucken jeden Schwachsinn ohne tatsächlichen Nutzen und mögliche Profiteure kritisch zu hinterfragen und Missstände mit Nachhaltigkeit so lange anzuprangern, bis Bewegung in die Sache kommt und es den Nutzniesern zu heiss wird.

Statt dessen sitzt Frau Merkel demonstrativ neben dem Chef einer der Korruption überführten, weltweit agierenden Sportvermarktungsorganisation.

Na denn Prost Mahlzeit ! ...

Nachtrag:
Dieses Dokument kann Links auf externe Schriften enthalten, deren Urheber nicht ich bin. Diese erkennt der werte Leser dadurch, dass sie in Ihrem Browser auf einem Farbbildschirm üblicherweise andersfarbig hinterlegt oder unterstrichen, und Ihre Adresse nicht mit "vomkantreuter.blogger.de" beginnen. Und wenn Sie einen der in diesem Absatz verwendeten Fachbegriffe nicht verstanden haben, schlagen Sie diesen bitte bei einer Internetsuchmachine (z.B. Wikipedia) nach ...



Donnerstag, 19. Juni 2014
Schönredner
Ich mag keine Schönredner. Und damit gehen mir schätzungsweise 90% meiner Mitbürger gewaltig auf den Senkel. Schönredner sind keine Gutmenschen. Den Unterschied zwischen beiden Spezies ziehe ich hinsichtlich der für sich positiven Eigenschaft der Gutmenschen WIRKLICH Gutes zu wollen. Und das sind maximal 5 der benannten 90%. Der Rest bescheisst in wechselnder Häufigkeit sich selbst (Autosuggestion) oder andere (Politiker, Journalisten, Hoteliers, Händler, Bankiers, Sonstige) so wie sie's gerade brauchen.

Rein logisch betrachtet verhalten sich Schönredner situationsbedingt wie Idioten. Entweder schreiben sie berechtigten Protest gegen gesellschaftliche und politische Auswüchse vermeintlichen 'Wutbürgern' zu, oder sie negieren diesen in Ihrer Rolle als ehemaliges Vorbild in Gänze („Ich habe noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen. ...“ Externer Link). Da werden die miesesten Absteigen zum 'Wohlfühlhotel' stilisiert, und eine chinesische Bananenkiste zur umjubelten Klangikone. Alternativ wird der Arbeitskräftemangel beschwört, obwohl sich die Löhne hierzulande schon seit Jahren kaum mehr bewegen. Oder die hohe Qualität von günstigem Fleisch und anderen Lebensmitteln in den hiesigen Discountmärkten gelobt.

Selbstbetrug ist in Hinsicht auf kleinere Konsumentscheidungen meist nichts wirklich Schlimmes. Wenn aber dadurch für die Allgemeinheit negative Entwicklungen durch eine vermeintlich freie und unabhängige Presse und Persönlichkeiten in herausgehobener Position 'schöngeredet' und die sich dagegen wehrenden Protagonisten von einer den Berufsethos verlierenden Journaille als „Wutbürger“ verunglimpft werden, dann bekomme ich richtig heftige Bauchschmerzen (das Frühstück im letzten 'Dreckshotel' blieb mir zum Glück erspart!).

Für mich stellt sich die Situation immer häufiger so dar, dass wir im Rahmen der Globalisierung weniger ehemals wichtig erachtete Werte in der vermeintlich unterentwickelten Welt verteidigen, sondern vielmehr staatskonformes Verhalten aus diktatorischen regierten Regionen in unsere Gesellschaft übernehmen. Und dafür Danke ich auch Frau Merkel, Herrn Gabriel, den Herren Schröder und Fischer, Herrn Kohl und allen Anderen, die diese [Werte – für den Fall dass Ihnen in Ihrer geschäftigen Eile der Zusammenhang entglitten ist] in den letzten Jahren zwar immer wieder beworben, aber nur selten wirklich nachdrücklich im Ausland vertreten haben.



Dienstag, 12. November 2013
Intro 2
"Welches Schweinderl hätten's denn gern ?"

Jeder Mensch sollte Interessen haben, die Ihn bei Bedarf vom grauen Alltag ablenken und immer wieder auf's neue motivieren. Ich bin jedoch nicht den Weg des „Beruf zum Broterwerb“ sondern „Beruf als Berufung“ gegangen, und habe habe dabei mehrere Sachen ausprobiert, bis ich an einer Stelle angelangt bin, wo ich bei erträglichem Aufwand meine finanziellen und mentalen Bedürfnisse befriedigen kann. Langweile und Demotivation kommen bei meiner Tätigkeit daher kaum mehr und wenn doch dann nur kurz auf. Daher hält sich mein Bedarf an „Hobbys“ im klassischen Sinn auch in Grenzen.

Aber auf dem Weg zu meiner endgültigen ‚Berufung‘ bin ich an zwei Themengebieten vorbeigekommen, über die ich an dieser Stelle weiter berichten möchte - der Reproduktion von Musik und Tönen, sowie der Reportage mit Bild und Text. Dass ich mit der letzteren sogar einmal ein paar kärgliche Brötchen verdient habe - dass sei nur nebenher erwähnt.


(Zum Original)



Wutbürger
Wie Bitte ? 15 Jahre kein Eintrag ? Jawoll ! ...

Bin ich ein Wutbürger ? Hmm. Wenn Sie die Idioten fragen die diesen Begriff geprägt haben oder immer wieder rezitieren, mit Sicherheit. Ich selbst halte mich nur für einen kritischen Mitbürger, der unter einem gewissen Grad der Anonymität formuliert, was sich die, deren eigentliche Aufgabe es wäre, aus falsch verstandener 'political correctness' und echter oder vermeintlicher Abhängigkeit schon lange nicht mehr trauen. Es könnte ja mal sein dass ein Werbekunde ob seiner beklagenswerten Aktivitäten brüskiert wird. Zum Glück verdiene ich meine Brötchen nicht (mehr ?) mit öffentlicher Schreibarbeit. Trotzdem tut meine Identität oder beruflicher Werdegang hier nichts oder nur wenig zur Sache. Und deshalb sehe ich auch keinen Bedarf hier meine Identität zur Schau zur stellen. Dafür gibt's andere Medien. Guck's Du Fratzebuch !




Freitag, 4. Januar 2008
Intro
Fischerhütte auf Skye
"Vom Kantreuter" - ist ein nicht ohne Hintersinn gewählter Phantasiename, zusammengesetzt aus dem lt. Grimm'schen Wörterbuch im 17ten Jahrhundert erstmals im Schriftdeutsch auftauchenden, möglicherweise aber schon früher im Norden gebräuchlichen Begriff "Kante", und dem althochdeutschen "Reuter" (=Reiter).

Und was veranlasst einen den typischen Merkmalen des 'Bloggers' (laut Wikipedia) nicht unbedingt in allen Merkmalszügen entsprechenden Menschen mit Affinität zu altem Bruchgestein einen Blog zu verfassen? Gute Frage.

Mögliche Antworten:

1. Instrument zum Abbau emotionaler Stausituationen in Folge beruflichen und gesellschaftlichen Leidwesens
2. Bedürfnis zur Darstellung und gegebenenfalls kritischen Kommentars aktueller Themen aus eigenem Blickwinkel
3. Weitergabe eigener, beizeiten dem allgemeinen Trend widersprechender Erkenntnisse ohne durch Zwischenrufe haarscharf oberhalb der intellektuellen Grasnarbe bei der Begründung unterbrochen zu werden

Na denn viel Spass beim Schmökern - PS: Rechtschreibkritik gerne, inhaltlich nur fundiert - und ein Impressum lege ich dann an, wenn diese Website nachweislich die Merkmale meinungsbildender Medien nach § 55 RfStV erreicht oder mich der Betreiber darum bittet!